Ein Trinkwasserfilter am Hausanschluss filtert Schwebstoffe, Rost- und Kalkpartikel bis zu einer Korngröße von 25 bis 100 Mikrometer heraus und schützt damit die gesamte Trinkwasserinstallation eines Gebäudes. Gemäß DIN 1988-200 gehört der Filter unmittelbar hinter den Wasserzähler. Bei metallischen Leitungen wird gemäß den anerkannten Regeln der Technik der Einbau eines Trinkwasserfilters empfohlen bzw. vorgesehen. Verfügbare Typen sind Feinfilter, Rückspülfilter und automatische Rückspülfilter. Der Einbau sollte durch einen beim zuständigen Wasserversorger eingetragenen Fachbetrieb erfolgen. Eismann Haustechnik installiert und wartet Trinkwasserfilter in Oldenburg und Umgebung mit DVGW-zertifizierten Komponenten.
Trinkwasser in Deutschland zählt zu den am strengsten kontrollierten Lebensmitteln und dennoch gelangt es auf dem Weg durch die Hausinstallation häufig mit Schwebstoffen, Feinstpartikeln oder Ablagerungen zum Zapfhahn. Ein Trinkwasserfilter, der direkt am Hausanschluss sitzt, schützt die gesamte Leitungsanlage und alle nachgelagerten Geräte zuverlässig vor diesen Verunreinigungen.
Trinkwasser verlässt das Wasserwerk mit eingehaltenen Grenzwerten nach TrinkwV 2023. Zwischen Einspeisung und Entnahme liegen allerdings Kilometer öffentlicher Hauptleitungen sowie die gesamte Hausinstallation.Auf diesem Weg können zusätzliche Partikel und Ablagerungen in das Wasser gelangen. Ältere Leitungen aus Stahl oder Kupfer geben Rost- und Oxidationspartikel ab. Bei Rohrarbeiten gelangen Gewindespäne und Dichtungsrückstände ins System. Selbst in neueren Kunststoffleitungen finden sich Sedimente aus dem Versorgungsnetz.
Diese Partikel setzen sich in Ventilsitzen, Dichtungen und Wärmetauschern fest und verursachen dort schleichenden Verschleiß. Besonders anfällig sind Durchlauferhitzer, Geschirrspüler, Waschmaschinen und Heizungsanlagen. Ein zentraler Wasserfilter am Hausanschluss unterbricht diesen Eintragspfad an einer besonders wirksamen Stelle: bevor das Wasser die Hausinstallation erreicht.
Gemäß DIN 1988-200 gehört der Trinkwasserfilter an einen klar definierten Platz: im Bereich der Hauswasserstation unmittelbar hinter dem Wasserzähler. Nur an dieser Position ist sichergestellt, dass das gesamte Leitungsnetz eines Gebäudes – alle Entnahmestellen, Heizungsanschlüsse und angeschlossenen Geräte – durchgehend mit gefiltertem Wasser versorgt wird.
Beidseitig des Filters sitzen Absperrventile, damit das Filterelement für Wartungsarbeiten gewechselt werden kann, ohne die Wasserversorgung des gesamten Gebäudes zu unterbrechen. Bei Neubauten wird diese Einbaulage üblicherweise entsprechend den anerkannten Regeln der Technik vorgesehen. Bei Bestandsimmobilien lässt sie sich in der Regel innerhalb von zwei bis drei Stunden nachrüsten – häufig ohne Stemm- oder Putzarbeiten.
Die Wahl des richtigen Filtertyps hängt von der Gebäudegröße, dem Durchflussvolumen, der Wasserhärte und dem erwarteten Schmutzaufkommen ab:
Nicht rückspülbarer Feinfilter: Einstiegslösung für Einfamilienhäuser mit geringem Schmutzgrad. Das Filtersieb aus Edelstahl oder Polyester muss alle sechs Monate getauscht werden.
Rückspülfilter: Ablagerungen werden durch kurzes Öffnen des Rückspülventils ausgespült – kein Elementtausch nötig. Empfehlenswert für Mehrfamilienhäuser und Gewerbegebäude.
Automatischer Rückspülfilter: Spült zeit- oder druckdifferenzgesteuert selbstständig. Geringer Wartungsaufwand bei hohem Durchfluss – geeignet für WEGs, Gewerbeobjekte und Pflegeeinrichtungen.
Aktivkohlefilter: Bindet gelöste organische Verbindungen, Chlor und Geruchsstoffe. Wird standardmäßig mit einem mechanischen Vorfilter kombiniert.
Umkehrosmoseanlage: Filtert auf molekularer Ebene, entfernt bis zu 98 Prozent aller gelösten Stoffe einschließlich Nitrat und Schwermetalle. Typischerweise als Punktaufbereitung unter der Spüle, ergänzend zum zentralen Hausanschlussfilter.
Trinkwasserinstallationen unterliegen einem verbindlichen Regelwerk, das Eigentümer, Planer und Fachbetriebe gleichermaßen bindet:
DIN 1988-200: legt die technischen Anforderungen an Trinkwasserinstallationen in Gebäuden fest. Bei metallischen Rohrleitungen schreibt sie den Einsatz von Filtern verbindlich vor.
Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2023): nationale Umsetzung der EU-Trinkwasserrichtlinie 2020/2184. Definiert Grenzwerte und überträgt die Verantwortung für die Trinkwasserqualität ab der Übergabestelle auf den Gebäudeeigentümer.
DVGW-Arbeitsblatt W 291: regelt Reinhaltung und Desinfektion von Trinkwasserverteilungsanlagen und beschreibt den hygienisch einwandfreien Betrieb der Hausinstallation.
Es sollten ausschließlich für den Einsatz in Trinkwasserinstallationen zugelassene Komponenten verwendet werden.
Von der Beratung bis zur Übergabe
Die Installation ist technisch klar strukturiert und in der Regel innerhalb weniger Stunden abgeschlossen:
Absperren der Wasserversorgung am Hauptabsperrventil
Entleeren des betroffenen Leitungsabschnitts
Einkürzen der Steigleitung und Einbau der Filterarmatur mit beidseitigen Absperrventilen
Dichtigkeitsprüfung nach Druckwiederherstellung
Einregulierung des Druckminderers (sofern vorhanden)
Den konkreten Aufwand – insbesondere bei Nachrüstung in Bestandsgebäuden – klären wir bei Eismann Haustechnik beim Vororttermin. Dabei prüfen wir auch, ob eine Kombination mit weiteren Komponenten wie Druckminderer oder Rückflussverhinderer sinnvoll ist.
Ein Wasserfilter arbeitet dauerhaft nur dann zuverlässig, wenn er regelmäßig gewartet wird. Die Intervalle unterscheiden sich je nach Bauart:
Nicht rückspülbarer Feinfilter: Elementtausch alle 6 Monate oder sobald der Differenzdruck am Filter mehr als 0,2 bar beträgt.
Rückspülfilter ohne Automatik: Manuelle Rückspülung entsprechend den Herstellervorgaben, häufig im Abstand von vier bis acht Wochen, Sichtprüfung des Elements halbjährlich.
Automatischer Rückspülfilter: Jährliche Inspektion durch Fachbetrieb, Prüfung von Steuereinheit und Druckdifferenzschalter.
In Gebieten mit hoher Wasserhärte lagern sich Kalkpartikel besonders schnell auf dem Filterelement ab und verkürzen die Standzeit deutlich. Hier ist die Kombination aus Trinkwasserfilter und Wasserenthärtungsanlage die wirtschaftlich sinnvollere Lösung: Die Enthärtungsanlage wird üblicherweise hinter dem Trinkwasserfilter installiert und reduziert den Härtegrad des Wassers. Dadurch werden Armaturen, Warmwasserbereiter und Haushaltsgeräte vor Kalkablagerungen geschützt.
Darüber hinaus schützt enthärtetes Wasser Armaturen, Warmwasserbereiter und Haushaltsgeräte vor Kalkschäden. Wir bei Eismann Haustechnik planen beide Systeme aufeinander abgestimmt und koordinieren bei Bedarf alle weiteren Gewerke: von der Sanitärinstallation über die Klima- und Lüftungstechnik bis zur Elektroinstallation.
Eismann Haustechnik – Ihr starker Partner
Als regionaler Fachbetrieb bieten wir Badsanierungen komplett aus einer Hand, weit über einfache Modernisierungen hinaus. In Oldenburg und Umgebung sind wir Ihr Partner für ganzheitliche Badezimmerlösungen: technisch durchdacht, optisch ansprechend und langlebig. Machen Sie aus Ihrem Bad ein modernes, komfortables und nachhaltiges Raumkonzept.
Technischer Fokus
Ganzheitliche Badezimmerlösungen
Modern, komfortabel & nachhaltig
Über unsere Badleistungen
Brauche ich einen Trinkwasserfilter, wenn meine Rohre aus Kunststoff sind?
Gesetzlich vorgeschrieben ist der Filter bei Kunststoffleitungen nicht – empfehlenswert ist er dennoch. Auch Kunststoffrohre sind nicht vor Schwebstoffen gefeit, die bei Wartungsarbeiten im Versorgungsnetz oder beim Einbau neuer Armaturen ins System gelangen. Ein Feinfilter verlängert die Lebensdauer aller nachgeschalteten Geräte spürbar.
Darf ich den Wasserfilter selbst einbauen?
Nein – nicht normgerecht. Der Einbau in die Trinkwasserinstallation ist nach TrinkwV 2023 konzessionierten Fachbetrieben vorbehalten. Das gilt insbesondere für den Eingriff hinter dem Wasserzähler. Den Wechsel des Filterelements können Hauseigentümer nach Einweisung selbst durchführen.
Kann man einen Wasserfilter am Hausanschluss auch in einem Altbau nachrüsten?
Ja, in aller Regel problemlos. Solange der Hausanschlussraum zugänglich und der Installationszustand ausreichend ist, lässt sich ein Wasserfilter ohne Stemm- oder Putzarbeiten nachrüsten. Den tatsächlichen Aufwand klärt Eismann Haustechnik beim Vororttermin.